Samstag, 16. Januar 2010

Letzte Worte...

Bevor ich für ein paar Tage in den richtigen Tiefen der unzivilisierten Welt untertauche. Morgen geht es (wie immer mit dem Zusatz 'wahrscheinlich') auf die Cookinseln, wo Kokospalmen, Sandströnde und Ureinwohner warten, diesmal allerdings mit einer Sprache die ich verstehe und Preisen, die ich mir wenigstens halbwegs leisten kann. Dass mir die Post trotz Eilsendung in 2 Wochen meine Tickets nicht zustellen konnte (ider wollte) hab ich mit 50 Euro mindestens bezahlt (Transfer nach Auckland Stadt, Unterkunft in AKL sowie den Aufpreis für die Neuerstellung zu schlechtem NZ Dollar Wechselkurs. Wie dem auch sei, ich freue mich, dass nun sozusagen der Höhepunkt der Reise beginnt, der letzte Monat. Nicht, weil es der letzte Monat ist, sondern, weil gerade in diesen 31 Tagen noch so viel passieren wird. Cookinseln, Milford Track und wahrscheinlich ein Fallschirmsprung – den Heimflug natürlich auch nicht zu vergessen. Aber bevor ich zu sehr ins schwärmen gerate über das was vor mir liegt, hier noch ein kurzer Überblick über das, was noch in diesem jungen Jahr passiert ist


Nachdem wir uns nach einem kurzen, aber netten Aufenthalt in Omarama verabschiedet haben (wörtlich vom Hausbesitzer verabschiedet, weil ich es mir nicht nehmen lassen wollte, mich für die Gastfreundschaft zu bedanken) ging es im Regen, den ich bis kurz danach für strömend hielt, zum Mt Cook, dem höchsten Berg des Landes (man merkt auch hier schon die Präsenz des Namens Cook im pazifischen Raum). Ie wunderschöne Aussicht vom Ufer des vorgelagerten Sees konnte man bei diesem Wetter natürlich vergessen, ebenso wie direkt davor, das scheint sich auch schon als Ruf des Berges gefestigt zu haben. Nunja. Kann man nichts machen, außer eben im berühmtesten Hotel des Landes, dem Hermitage die Sir Edmund Hillary Austellung ansehen. 26 $ (ca 13 €) pro Person schien mir zwar gewagt, aber die Filme im Planetarium waren inklusive und sehenswert, außerdem hätten wir am nächsten Tag nochma reingehen können, ohne was zu bezahlen. Gutes Angebot nenne ich das.Am Abend noch schnell die (äußerst lohnende) Happy hour in Anspruch genommen (1,2l Bier für ca 3,25€) und danach im Nieselregen auf den Parkplatz gestellt, wo die Nacht zwar außen feucht war, aber für die Wäsche trotzdem einigermaßen zum Trocknen reichte (s. Foto). Am nächsten Tag kam dann die Pflicht: eine Wanderung, da es nicht mehr in Strömen goss, sondern nur noch gelegentlich Restregen gab. Die Auswirkungen des Vortageswetters waren allerdings noch deutlich spürbar, jedoch folgte die Entschädigung auf dem Fuße: es klarte auf. Als wir am Ende des auserkorenen Weges angelangt waren war das Wetter schon so gut, dass wir uns entschieden haben, noch einen Weg zu laufen und die Aussicht auf die Berge war atemberaubend. So Atemberaubend, dass wir so lange unterwegs waren, dass eine Weiterfahrt nur noch dann Sinn machte, wenn wir vom Angebot, nochmal die Austellung zu besuchen, keinen Gebrauch mehr gemacht haben. An diesem Abend schlugen wir unser Lage am Seeufer mit Sonnenuntergangsaussicht auf den Berg der Berge, Aoraki, auf und schlummerten in Sternenklarer Nacht bis zur Weiterfahrt am nächsten Morgen richtung Geraldine, wo wir nur duschten und einen weiteren, eher unspektakulären Zeltplatz befuhren. Enttäuschende Wanderwege, die wir aufgrund ihrer hässlichkeit einfach nicht gelaufen sind später fiel die Entscheidung einfach weiter zu fahren (nicht ohne vorher die duschen des DOC zu nutzen). So passierten wir Springfield, wo wir aßen, tankten und weiterfuhren. Einkäufe wurden in Greymouth erledigt, bis es schließlich in wirklich strömendem Regen nach Reefton ging. Es war so verregnet, dass das Wasser, dass sich auf den Straßen staute durch den Wind bergauf getrieben wurde und in Wasserfällen aus den Bergen schoss, die an Sonnentagen, wenn sie existieren höchstens Rinnsale sind. Immerhin war das Hostel – eine alte Bäckerei – gemütlich und wir hatten den Dorm für uns. Weiter am nächsten morgen, gewandert, geplaudert und abends weiter gefahren. Hanmer Springs, einen Wasserkurort, haben wir aufgrund der von ihm ausgehenden Langeweile nur kurz beehrt, um schließlich einen Platz für die Nachtruhe kurz vor Kaikoura gefunden, wo wir den Sonntag Vormittag mit schönen Aussichten und einer kleinen Stadtrundfahrt verbrachten, bevor es nach Christchurch ging. Dieser Abschnitt wird später berichtet, da seine Länge kombiniert mit diesem Text etwas den Rahmen sprengen könnte.


Gruß


der Rundreisende

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