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Donnerstag, 4. Dezember 2008

Homestory

Soooo, nun nach langer Zeit mal wieder was neues vom Home sweet Home auf Malta. Der maltesische Winter ist nun nämlich im Anmarsch und daher steigt in mir die Sehnsucht nach dem maltesischen Herbst, den ich gerne zurück haben will. Also zaubere ich ihn mir durch im Herbst gemachte Bilder zurück :-)

Beginnen wir also hier mit einer kleinen Aussicht vom Dach auf den dazugehörigen Garten (bei diesem Wort sträubt sich alles in mir, die neue Rächtsschraibunk zu verwenden. Der Garten ist zwar gehörig, ind diesem Fall gehört er aber einfach nur zum Haus dazu) Man erkennte den Pool (Der Besitzer nennt ihn 'sein neuestes Spielzeug), dern Olivenbaum, der schön aussieht, doch leider durch Erfüllung seine Aufgabe im Herbst ne Heidenarbeitmaht, wenn man lieber in Wasser als in Olivenöl badet und natürlich die Orangenbäume, die mir zur Zeit wirklich dabei helfen, den Schnupfen so weit wie möglich fern zu halten.


Am Pool selbst steht noch ein kleiner Tisch, an dem es sich herrlich frühstücken läßt, wenn morgens die Sonne scheint. Die hohe Mauer ermöglicht es außerdem sich nicht schämen zu müssen, wenn man nicht topgestylt aussieht nachdem man aus dem Bett gefallen ist - alles in alem ein guter Start in den Tag.

Hier nochmal ein kleiner Blick (man merkt schon, ich mag das Wasser wirklich) aus meinem Zimmerfenster, allerdings nicht zur Frühstückszeit, sondern, die Schatten lassen es erahnen, am späteren Abend. Trotzdem schön.

Zurück vom Pool geht es auf diesem kleinen Lustwanderweg wieder zurück ins Haus. Auf diesem Bild leider nicht zu erkennen sind die kunstvollen Statuen von Sphinxen, die den Garteneingang des Palazzos flankieren, sehr eindrucksvoll, selbst wenn man hier öfter vorbeigeht. Mir ist manchmal, als wohne ich in einem Museum. Vielleicht tue ich das ja auch, nur kommen hier keine Besucher rein.

Nun zu guter Letzt noch ein kleines Bild als Vorgeschmack auf den folgenden Abschnitt der Homestory, der hoffentlich nicht so lange auf sich warten läßt wie dieser hier. Also liebe Leser: beim nächsten Mal wird's biblisch. Bis dann

Euer Gärtner

Sonntag, 9. November 2008

Homestory

Was bisher geschah: s. Eintrag 8. November

Heute will ich alle treuen Leser meines Blogs erstmal gebührend in meinem neuen zuhause Empfangen. Und wo ginge das besser als in einer Empfangshalle!


Hier ist also das Geheimnis gelüftet, welches hinter der großen Tür verborgen lag. Das ist meine kleine bescheidene Empfangshalle im Palazzo Spadafora. Marmorfußboden, alte Möbel und Bilder, ganz wie es sich für einen Repräsentativraum gehört. Der Tisch im Vordergrund hat Blattgoldverzierungen und ich möchte nicht wissen was er wert ist, sonst kann ich den Raum aufgrund meiner Tollpatschigkeit nie wieder betreten und das fände ich definitiv schade. Ein Kronleuchter darf natürlich auch nicht fehlen, das wäre schon ein zu gewaltiger Stilbruch.

Die Eingangshalle eines Palazzos, insbesondere eine wie diese, ist selbstredend der beste Ort für eine kleine Geschichte:

Das Haus gehört (soweit ich weiß) mit ca 500 Jahren zu den Ältesten in Tarxien. Es liegt zentral und nahe der Tempel (Weltkulturerbe, ich berichtete). Der Name Spadafora ist Name einer italienischen Familie, die sich als Reiter bereits 1480 auf Malta aufhielten. Typische Stilelemente der maltesischen Architektur finden sich hier wieder, so zum Beispiel der urige Balkon (über der Eingangstür), die symmetrische Gestaltung der Fassade und - standesgemäß für ein Haus dieser Größe - 2 Innenhöfe. Man will ja schließlich nicht im Dunkeln sitzen.

Soviel dann zur Geschichte und für heute.

Yours sincerely

Lord S.

Samstag, 8. November 2008

Homestory

Endlich ist sie da! Frisch und unverfälscht. Nur hier im Original!

Meine eigene Homestory - oder
(Untertitel)
vom Suchen und Finden einer Behausung in einem fremden Land.

Die Vorgeschichte (oder: was bisher geschah)

Der ahnungslose Student R. wollte die Welt sehen und es begab sich, daß er auf der Suche nach neuen Erfahrungen eine Bewerbung für ein Ausandssemester auf Malta abschickte. Unorganisiert, wie er nun einmal ist, ließ er die organisatorischen Fragen bis zuletzt offen um dann 5 Tage vor der Abreise festzustellen, daß nichts, aber auch gar nichts in trockenen Tüchern ist.
Es war also Sonntag und somit ein ganz normaler Frühdienst am Flughafen als plötzlich eine Dame vor seinem Schalter stand und sagte, sie wolle nach Malta fliegen. Darauf sagte unser Student "Oh, schön. Malta. Da bin ich Ende der Woche hoffentlich auch. Studium und so." Auf die Frage, wo er denn verbleibe, mußte unser Organisationstalent mit "weiß nicht" antworten. Worauf die Dame überraschend sagte: "Ich hab ne Freundin, die ein Haus hat, gib mir mal deine Nummer" - tja, und so kam unser Student zu seiner ersten Unterkunft auf Malta. Eine Stadtvilla, Essen inklusive (Aussicht vom Dach in früherem Beitrag gepostet). Leider etwas umständlich vo da aus die Universität zu erreichen. Daher mußte ein Wohnorstwechsel her.

Nach einigem Hin und Her hat sich schließlich etwas sehr glückliches Ergeben. Ein neuer Bekannter auf Malta konnte ein wahres Juwel vermitteln. Durch viele glückliche Umstände und einen sehr netten Malteser. Dank ergeht hier an Derek und an Charles, der an wildfremde Menschen sein haus verliehen hat.

Da bin ich nun seit drei Wochen (ja mir ist der Wechsel im Erzählstil aufgefallen, manche mögen es für Absicht halten ^^) und ich muß sagen, es gefällt mir. So gut, daß ich jetzt mit der oben stehenden Vorgeschichte meine neue Kategorie 'Homestory' ins Leben rufe.
Aber nun gut. Genug geredet von Dingen die waren. Beginnen wir mit Dingen die sind und vielleicht sein werden (auch wenn noch 3 Wochen aufzuholen sind)

Wilkommen in Palazzo Spadafora, meinem bescheidenen Heim für 3 Monate



Der kleine Lord